Wissenswertes
Zahlen, Daten und Fakten rund um die Marktgemeinde Wölbling.
Wölbling auf einen Blick
Bundesland: Niederösterreich
Bezirk: St. Pölten-Land
Gemeindekennziffer: 31948
Postleitzahl: 3124
Telefonvorwahl: 02786
Fläche: 32,3 km²
Seehöhe: 342 m
Einwohnerinnen und Einwohner: 2.436 (Stand 1. 1. 2025)
Bevölkerungsdichte: rund 75 Personen pro km²
Katastralgemeinden: 8
Bürgermeister: Peter Hießberger (seit 2025)
Gemeinderat: 21 Mitglieder (ÖVP 11, SPÖ 6, FPÖ 4)
Unsere Ortschaften
Die Marktgemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Ambach, Anzenhof, Hausheim, Landersdorf, Noppendorf, Oberwölbling, Ratzersdorf und Unterwölbling.
Einwohner nach Ortschaft (Stand 1. 1. 2025):
Oberwölbling: 1.141
Landersdorf: 296
Unterwölbling: 284
Ambach: 264
Hausheim: 166
Anzenhof (mit Hermannschacht und Kühstand): 149
Noppendorf: 67
Ratzersdorf: 45
Wetzlarn: 13
Viehausen: 11
Flächenverteilung
55% Wald
37% Landwirtschaftliche Nutzfläche
2% Weingärten
6% Bauland
Lage
Wölbling liegt im Fladnitztal am Rand des Dunkelsteinerwaldes, zwischen St. Pölten und Krems. Die Nachbargemeinden sind Statzendorf, Obritzberg-Rust, Paudorf, Bergern im Dunkelsteinerwald und Dunkelsteinerwald. Die Fladnitztal-Radroute führt als Rundweg durch das Gemeindegebiet.
Geschichte in Daten
Ca. 2200–1600 v. Chr.
Westlich von Ratzersdorf besteht eine bedeutende Siedlung aus der Bronzezeit.
777
Erste urkundliche Erwähnung des Gruzwittigaues, zu dem das heutige Grünz in der Gemeinde Obritzberg-Rust gehört, als Salzburger Besitz.
1074
Wölbling wird erstmals als „Welmica“ in Salzburger Urkunden erwähnt. Der Ort steht in Verbindung mit dem Besitz des Klosters Admont in der Steiermark.
1115
Die Burg Landersdorf wird erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert wird sie zu einem Renaissanceschloss umgebaut.
1144–1803
Wölbling gehört zum Herrschaftsbereich Salzburgs und zum Besitz des Klosters Nonnberg.
1155
Erzbischof Eberhard I. von Salzburg tauscht eine Wiese im Berchtesgadener Land gegen ein Gut in Landersdorf. Dieses historische Ereignis bildet die Grundlage für die heutige Partnerschaft mit Bischofswiesen in Bayern.
1525
Beim ersten Türkeneinfall wird die Region bedroht. Ein Topf mit Silbermünzen, der 1937 in Unterwölbling gefunden wird, zeugt von der bewegten Vergangenheit der Gegend.
1585
Wölbling erhält ein eigenes Marktgericht. Der Pranger wird als Zeichen der Gerichtsbarkeit errichtet.
1602
Erzbischof Wolf Dietrich von Salzburg verleiht Oberwölbling das Marktwappen.
1683
Beim zweiten Türkeneinfall dient die Oberwölblinger Pfarrkirche den Bewohnern der Umgebung als Zufluchtsort. Das Rathaus brennt nieder.
1805
Französische Truppen besetzen die Region.
1825
Ein Großbrand zerstört 37 Häuser in Oberwölbling.
1898–1941
In Anzenhof und Umgebung wird Kohle abgebaut. Der Bergbau wird 1941 eingestellt.
1945
Wölbling liegt bei Kriegsende im Frontgebiet und erleidet schwere Zerstörungen. Anschließend folgt eine zehnjährige sowjetische Besatzung.
1967–1970
Im Zuge der Gemeindestrukturreform werden Oberwölbling, Ambach, Unterwölbling und Hausheim schrittweise zur heutigen Marktgemeinde Wölbling zusammengeschlossen.
2002
Wölbling feiert „400 Jahre Marktwappen“. Die Niederösterreichische Landesregierung verleiht der Marktgemeinde das Wappen erneut. Im selben Jahr erscheint das Wölblinger Heimatbuch.
2004
Die Gemeinderäte von Wölbling und Bischofswiesen begründen durch gleichlautende Beschlüsse offiziell ihre Gemeindepartnerschaft.
2005
Die Partnerschaft mit Bischofswiesen wird bei Feierlichkeiten in beiden Gemeinden offiziell besiegelt.
Das Gemeindewappen
Der Schild ist gespalten und durch einen silbernen Pfahl getrennt. Vorne liegt eine goldene Kugel auf Schwarz, hinten steht ein silberner Turm auf grünem Hügel vor rotem Grund.
Bevölkerungsentwicklung
1951: 1.996
1971: 2.103
1991: 2.376
2001: 2.532
2025: 2.436
Sehenswertes
Schloss Landersdorf
Pfarrkirche Oberwölbling (Hll. Peter und Paul)
Filialkirche Unterwölbling (hl. Veit)
Soldatenfriedhof Oberwölbling: Er erinnert an die Kämpfe im Frühjahr 1945, hier sind über 4.000 Gefallene bestattet.
